100 Jahre Stahlverformung und Werkzeugbau

Genau vor hundert Jahren gründeten die Brüder Caspar, Joseph und Bernhard Mester die Kettenschmiede im Ortsteil Warstein-Sichtigvor, die den Anfangspunkt unserer Firmengeschichte darstellt. Mit Amboss, Hammer und Muskelkraft schmiedeten die drei Brüder Ketten, Hebezeuge und Ankerketten. Fast 20 Jahre später trennten sich die Brüder und Caspar Mester führte den damaligen Handwerksbetrieb weiter. Mit dem Eintritt seines Sohnes Walter begann eine neue Ära.

1960 wurde der erste Gesenkschmiedehammer angeschafft. Der Entschluss stand fest: Es sollte weiter gehen mit  neuer Technologie. Auch wenn der erste Riemenfallhammer nicht mit den heutigen Schmiedehämmern zu vergleichen ist, so manifestierte sich doch der Gedanke der industriellen Metallverarbeitung.

Im Jahr 1972 siedelte das damalige Zweimannunternehmen in das Gewerbegebiet Am Kalkofen aus.
Die erste Produktionshalle wurde erbaut und der Werkzeugbau kam dazu. Nun war Walter Mester der Geschäftsinhaber der Gesenkschmiede. Stahl wurde in Ölöfen erhitzt und anschließend unter einem Riemenfallhammer und einem Luftdruckhammer verformt. Im firmeneigenen Werkzeugbau wurden die Werkzeuge  damals noch von Hand gefräst. Dauerte die Herstellung eines Gesenkes noch 3-4 Tage, können die heutigen Hochgeschwindigkeitsfräsen innerhalb von 24 Stunden ein Gesenk fertigstellen. Die ersten Jahre im neuen Gewerbegebiet am Kalkofen waren bestimmt von einem kontinuierlichen Wachstum des Mitarbeiterstabs, der Räumlichkeiten und auch des Maschinenparks. In den 80er Jahren wurde dann der erste hydraulisch angetriebene Hammer und eine konduktive Erwärmungsanlage aufgestellt.

Heute arbeiten die Söhne Walter Mester junior und  Ralf Mester zusammen mit Ihrem Vater Walter Mester senior  weiter an dem Erfolg des Unternehmens.  Neue Ideen und traditionelles Wissen vereinen sich und entwickeln sich weiter.

Die Walter Mester GmbH schaut gemeinsam mit den 40 Mitarbeitern und zwei Auszubildenden positiv in die Zukunft. Investition, Innovation und Qualität, das sind die Schlagworte, die sich die nächste Generation des Familienunternehmens auf die Fahnen schreibt. Vier moderne hydraulische Oberdruckhämmer, zwei nagelneue Muldenbandstrahlanlagen und drei CNC-Fräsen bestimmen das Bild der Gesenkschmiede heute. Das Ergebnis ist kann sich sehen lassen: 14 Millionen geschmiedete Rohlinge und die Verarbeitung von mehreren Tausend Tonnen Stahl innerhalb eines Jahres.

 


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